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Weinland Italien

Einführung

Oinotria Tellus – das unsterbliche Land des Weines – so nannten die Griechen in der Antike das besiedelte Land in der Form eines Stiefels. Zwar nimmt man an, dass der älteste Weinanbau vor gut 3000 Jahren im heutigen Georgien seine Ursprünge hat, jedoch fanden die größten Fortschritte und Entwicklungen in der Kultivierung der Rebe und deren Ausbau auf dem Gebiet Italiens statt, die Kultur des Weinbaus und das Erheben des vergorenen Traubensaftes nahmen hier ihren Anfang. Jedoch waren es die Nachfahren der Gallier, die den modernen Weinbau entwickelten, die Qualität und Reputation seiner Gewächse vorantrieb. Um es auf einen Nenner zu bringen: In Frankreich fand seit dem 18. Jahrhundert Weinanbau in großem und professionellem Stil statt, in Italien blieb das weitgehend eine Privatsache: Wein war im Wesentlichen ein Grundnahrungsmittel und dessen Vorhandensein eine Selbstverständlichkeit. Ergo wurden die italienischen Weine bis vor wenigen Jahrzehnten weniger an internationalen Standards gemessen, sondern weitgehend als Massenware oder Verschnittweine verramscht. Natürlich gab es überall und immer schon gute Weine, Winzer, die sich Mühe gaben. Jedoch waren diese selten und nur wenigen Eingeweihten vertraut.

Die italienischen Weine heute

Es hat sich in der Zwischenzeit natürlich sehr viel getan – zu unser aller Glück. Jedem Weinfreund sind inzwischen Bezeichnungen wie BaroloBarbareso, Chianti Classico,Brunello di Montalcino und Amarone della Valpolicella geläufig und viele sind mit der Materie bestens vertraut. Vom Piemont bis Sizilien rollte in den vergangenen Jahrzehnten eine Welle der Erneuerung, eine deutliche Wendung zum Besseren, die so weit geht, dass Weine aus Italien heute anerkannt zu den besten und begehrtesten Tropfen der Welt gehören. Der Grund liegt nicht nur an den vielen fleißigen und seriös arbeitenden Winzern, sondern auch der einzigartigen geografischen und klimatischen Vielfalt, die sich in Italien darstellt. Der das ganze Land von Norden bis Süden durchziehende Gebirgskamm, der Apennin, bietet auf seinen Flanken und Ausläufern so gut wie jede erdenkliche klimatische Situation – eine weltweit einzigartige Gegebenheit. Einzigartig ist auch, dass in jeder Region des Landes regional typische Weine erzeugt werden und zwar in einer Vielfalt, die ebenfalls ihresgleichen sucht. Dazu kommt noch die landestypische italienische Küche, die wir so sehr lieben!

Wie erkenne ich die Wertigkeit eines italienischen Weines beim Betrachten des Etiketts?

Grundsätzlich bleibt zu sagen: ein sehr schwieriges Thema – wie in jedem anderen Land der Welt eben auch. Dennoch ergeben sich einige Anhaltspunkte: Das 1963 nach französischem Vorbild eingeführte DOC System – in der Zwischenzeit mehrfach überarbeitet – erlaubt es dem interessierten Weinkäufern, unter mehreren Qualitätsstufen zu unterscheiden: DOCG, DOC, IGT und Vino da Tavola (s.u.). Diese werden oft parallel neben der seit August 2009 geltenden EU-Weinmarktordnung geführt, da für die traditionellen Bezeichnungen einBestandsschutz gilt.

Die momentan existierenden Qualitätsstufen sind folgende
(alt = DOC-System, neu = EU – Weinmarktordnung)

DOCG (alt, steht für Denominazione di Origine Controllata e Garantita):
die höchste Stufe mit klaren Produktionsrichtlinien, Höchsterträgen pro Hektar, Rebsorten und Anbaugebietsgrenzen.Meist Weine aus autochthonen (=regionstypischen) Traubensorten mit großer Tradition.
DOC (alt, steht für Denominazione di Origine Controllata):
Weine aus kontrolliertem Ursprung mit ebenfalls streng vorgeschriebenen Produktionsrichtlinien, Höchsterträgen, kontrollierte Anbaugebiete usw.
DOP (neu, steht für Denominazione di Origine Protetta): ersetzt die Bezeichnungen DOCG und DOC.
IGT/IGP (alt/neu, steht für Indicazione Geografica Tipica bzw Protetta): grosszügiger definiertes Anbaugebiet, weniger konkret als DOC/DOP, auch sind nicht-typische Traubensorten zugelassen.
VDT (alt/neu, steht für Vino da Tavola): einfacher Tafelwein bzw. Landwein.
Qualitativ hochwertige Weine findet man in der Regel unter der Bezeichnung DOCG/DOC/DOP, jedoch gibt es auch im Bereich IGT/IGP großartige Erzeugnisse: wenn z.B. ein toskanischer Weinbauer einen hochwertigen Wein aus der Syrah-Traube herstellt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als diesen mit der Bezeichnung IGT/IGP zu deklarieren. Auf der anderen Seite gibt es z.B. auch minderwertige DOCG Weine.

Letztendlich solle man auch alles im Verhältnis zum Preis sehen, gewiss bekommt man für 10 Euro keinen guten Barolo oder Brunello di Montalcino. Empfehlenswert ist es gewiss auch, sich auf das Urteil von Experten zu stützen, z.B. mit Hilfe von Weinführern.

Die besten Italienischen Weinführer:

Slow Wine:

Der Weinführer von Slow Food, der ein besonderes Augenmerk auf Typizität, Nachhaltigkeit sowie die Slow Food Maximen „gut.sauber.fair“ legt (Hallwag Verlag/Slow Food Editore)

Gambero Rosso:

Der gewiss etablierteste Führer für Weine aus Italien (Gambero Rosso Editore)

Veronelli:

Der Klassiker unter den italienischen Weinführern (Seminario Luigi Veronelli)

Zahlen und Fakten zum Weinland Italien:

Produzierende Weinregionen: 20
Meistangebaute Traubensorten:
Trebbiano​weiß ​11,6 %
Sangiovese​rot​ 10,0 %
Barbera​rot ​5,5 %
Merlot​​rot​ 3,7 %
Negro Amaro​rot​ 3,6 %
Montepulciano​rot​ 3,6 %
Primitivo​rot​ 2,0 %
Dolcetto​rot​ 1,2 %
Prosecco​weiß​ 0,8 %
Pinot Bianco​weiß ​0,8 %: