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Fattoria di Cinciano

Wir fahren durch das Chianti Classico Gebiet, klassisches Szenario, die typische Hügellandschaft, Weinberge soweit das Auge reicht, Olivenhaine, von Pinien und Zypressen gesäumte, staubige Straßen. Vito lenkt seinen betagten Opel Astra mit Vehemenz um die Kurven, es ist ein schöner Frühsommermorgen, wir sind schon ein Weilchen unterwegs, die erste Weinprobe liegt bereits hinter uns. „Da oben liegt die Fattoria di Cinciano“ lässt Vito verlauten. Vor uns eröffnet sich ein Bilderbuch-Panorama, hier isst das Auge mit. Die Fattoria liegt im Gemeinde-Gebiet von Barberino Val d’Elsa im Westen des Chianti Classico und geht auf das Jahr 1126 zurück, über viele Jahrhunderte war das Anwesen die Residenz eines Bischofs.

Kaum angekommen, empfängt uns der Verwalter Angelo Dalbello mit einem breiten Lächeln. Zuerst zeigt er uns die alten Gemäuer und erzählt uns die Geschichte und überlieferte Anekdoten. Was wir uns davon merken konnten ist, dass es sich als Bischof während der Renaissance in der Fattoria di Cinciano nicht schlecht leben ließ! Dann geht es weiter in die heiligen Hallen. Wir erblicken viele große und wenige kleine Holzfässer. Wir sind erleichtert. Hier wird nach alter Väter Sitte guter Chianti Classico gemacht, die Barriques sind eindeutig in der Minderzahl!
Angelo hat eine gute Idee: wir könnten die Weine ja während des Mittagessens verkosten. Wir stimmen eifrig zu. Wir setzen uns an einen schattigen Tisch im Innenhof der gutseigenen „Osteria 1126“. Zu toskanischen Spezialitäten verkosten wir uns durch das gesamte Sortiment, der Höhepunkt ist die Riserva zu einem „Chianti Classico Burger“. Angelo erzählt uns viel von Cinciano, den Weinen und der Philosophie, mit der sie produziert werden. Schlank und elegant sollen sie sein, der Tradition verbunden und dennoch Freude bereiten beim Verzehr. Gleichzeitig soll das Produkt exklusiv sein und nur von besten Händlern vertrieben werden. Wir können das alles nachvollziehen. Wir trinken – vielleicht ein kleines bisschen zu viel. Vito muss ausspucken. Der Tag ist noch lange, es stehen noch zwei weitere Weingüter auf dem Programm und der Opel Astra will schließlich von sicherer Hand gelenkt werden. Wir verlassen di Fattoria di Cinciano, ein paar Flaschen zur Nachverkostung im Gepäck. Als wir den Parkplatz verlassen, schaue ich durch die Heckscheibe zurück. Angelo winkt zum Abschied.