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Fattoi Ofelio & Figli

Der liebe Gott weist uns den Weg. „Immer weiter den Berg hoch“ bedeutet uns das alte Weiblein am Straßenrand, „immer weiter bis zur Chiesa di Santa Restituta“. Die aus dem 7. Jahrhundert stammende Kirche ist einer Heiligen geweiht, welche sich trotz schwerer Folter von ihrem Glaubensbekenntnis nicht abbringen ließ. Ofelio Fattoi hat sich gewiss von jener heiligen Dame inspirieren lassen. Selbst in Zeiten, in welchen Weinjournalisten eine verächtliche Miene zogen, wenn sie nicht ausreichend neue Barriques in den Weinkellern Montalcinos vorfanden, ja selbst in jenen Zeiten, als „traditionell“ einem Schimpfwort gleichkam und die Weinbars dieser Welt ausschließlich nach gemahlenem Kaffee und Vanille duftende Weine ausschenkten, selbst in genau dieser Zeit hielt Ofelio Fattoi, wie die heilige Restituta, an seinem Glauben an das Ehrliche und Gute fest und baute seine Weine weiter nach alter Väter Sitte aus, im großen Holzfass, nach Kirschenduft und Tabak riechend, so wie es ihn sein Vater gelehrt hatte, und auch deren Väter und Großväter es schon immer getan hatten.
Ofelio Fattoi & Figli haben nämlich das seltene Glück, über Weinberge am Südhang Montalcinos in allerbester Lage zu verfügen. Rechts und links sitzen übrigens Angelo Gaja, Argiano sowie Gianfranco Solderas Case Basse. In den 1980er Jahre waren die Weine von Fattoi bereits Kult und gehörten zur den absoluten Geheimtipps in Montalcino. Dann kam die Zeit der internationalen Modernisierer. Heute triumphieren vor allem diejenigen, die sich nie haben vom rechten Weg abbringen lassen. Dazu gehört auch eine gewisse Konsequenz. So wachsen bei Fattoi in den weniger begünstigten Lagen Olivenbäume, das Öl reicht gerade mal für den Eigengebrauch der vielköpfigen Familie. Andere Winzer hätten dort schon längst die Sangioveto Grosso Traube angepflanzt, aus welcher der begehrte Brunello di Montalcino gewonnen wird. Im Hof gackern Hühner und es werden Hasen gehalten, neben Olivenöl wird auch etwas Getreideanbau betrieben. Ein echter Mischbetrieb also.
Bevor ich es vergesse: Die Santa Restituta wurde nach der Folter in ein mit Pech und Harz gefülltes Boot gesetzt und selbiges angesteckt. Anstatt grausam zu verbrennen wandten sich die Flammen jedoch gegen ihre Peiniger und die Heilige wurde von einem von Gott gesandten Engel gerettet. Na, wenn das keine Symbolkraft hat!